IHK Reutlingen

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Fledermaus

Gewinneridee 2010: Fledermäuse detektieren

Fledermäuse sind schützenswert. Wieviele es wo gibt, lässt sich bisher nur schwer ermitteln. Noch schwieriger ist die Untersuchung ihrer nächtlichen Routen, denn die üblichen GPS-Sender-Halsbänder sind ja eher für größere Tiere ausgelegt. Die Kenntnis der genauen Anzahl und des Verhaltens der Fledermäuse liefert Rückschlüsse auf den Zustand von Äckern, Wiesen und Seen. Auch Bauwerke und Straßen könnten mit dieser Information besser geplant und gebaut werden. Erich H. Franke von der Remchinger AFUSOFT Kommunikationstechnik GmbH, bereits Preisträger 2008, hat die passende Lösung für die nachtaktiven Tiere gefunden. Das auf vier Bodenstationen basierende System aus Geräuschanalyse und genauer Ortsbestimmung war der beste Beitrag des Jahres 2010.

Die Preisverleihung fand in dem auch als "gute Stube des Landes" bezeichneten Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart statt. Auch der Gewinner des zweiten Platzes war ein Altbekannter. Der erste Landessieger des Wettbewerbs Gerhard Bernot von BERNOT Information Technology in Konstanz wurde für seine Anwendungsidee „M3 Media – Entdecke die Welt – auf den Spuren von Alexander von Humboldt“ prämiert. Platz drei gewann das junge Team um Matthias Rosenberger von der Treems GmbH, das sogleich Geschäftssinn bewies: Nicht nur ein exakt definierter Regenwaldbaum wurde beim Stehempfang an die Teilnehmer veräußert. Gewinner des Spezialpreises des Forums für anwendungsbezogene Satellitennavigation und mobile IT Baden-Württemberg wurde Wolfgang Inninger vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. Die prämierte Anwendungsidee „DAGObert – satellitengestützte Koordination von
Gefahrguttransporten“ macht die Gefahrguttransporte zukünftig sicherer.


Gewinner 2009: Schwimmbrille mit GPS-Empfänger gewinnt

Frank Schubert heißt der Landessieger des European Satellite Navigation Competition 2009. Der Student aus Rottweil erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine Schwimmbrille mit GPS-Empfänger. Erfreulich ist auch das Abschneiden aus Landessicht bei den Spezialpreisen: Dr. Raphael Volz aus Loffenau wurde für sein Outdoor-Navigationssystem nogago für smartphones ausgezeichnet. Einen zweiten Platz beim ESA-Spezialpreis erzielte der Baden-Württemberg-Sieger 2007 Gerhard Bernot für sein © Galileo M3 Logbuch für ein mobiles Maschinen Management.






Die Gewinneridee für die Schwimmbrille stammt vom leidenschaftlichen Schwimmer Schubert. Die Ausarbeitung der Umsetzung wurde in einem internationalen Studentenworkshop vorgenommen. Mit in Schuberts Team waren Studenten aus Dänemark, Indien, Österreich und Schweiz. Nicht nur das für Schwimmer lästige orientieren am Ufer wird mit den "Guides Goggles" der Vergangenheit angehören, auch sehbehinderten Sportlern wird das Schwimmen im offenen Gewässern ermöglicht.

Die beiden zweiten Plätze im Landeswettbewerb gingen an Michael Hubschneider und Andreas Schellmann von der Karlsruher PTV AG.
Sie erhielten die Auszeichnung für den PTV-Sicherheits-Guide für Lastkraftwagen. Dr. Jörg Föller, vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Straubenhardt, wurde für seinen Beitrag zur Unterstützung der Logistik in der Forstwirtschaft geehrt.
Der Sieger aus Baden-Württemberg 2009. Erich Franke (Mitte) mit Burkard Thost (links), Präsident der IHK Nordschwarzwald, und Professor August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V.)

Gewinner 2008

Die Kombination macht’s: Die Afusoft Kommunikationstechnik GmbH aus Remchingen verknüpft die Signale von Satellitennavigation, Mobilfunk und Funketiketten zu einem dichten Überwachungsnetz für Lager und Transporte. Das System schützt wertvolle Frachtstücke und gefährliche Güter vor Diebstahl und vermeidet falsches Beladen. Für die bereits zum Patent angemeldete Idee erhielt Geschäftsführer Erich H. Franke des in Nordbaden ansässige Unternehmen den baden-württembergischen Regionalpreis im internationalen Satellitennavigationswettbewerb.

Peter Hall and Christin Edwards erhielten den mit 20.000 Euro dotierten Gesamtpreis 2009 für ihre Anwendung für die Lebensrettung auf See. Mit dem Konzept Unholy Places erreichten Georg Broxtermann und Jörn Rehse vom Karlsruher Unternehmen Orbster GmbH beim internationalen Ideenwettbewerb den zweiten Platz beim Spezialpreis für Games.

So sehn Sieger aus: Gerhard Bernot auf der SYSTEMS 2007. Foto: Sabine Hörmann

Gewinner 2007

Der Landessieger 2007 ist Gerhard Bernot mit seinem Galileo Postman. Die Anwendung unterstützt den Postbote bei seiner Tour. Zu jeder Sendung können  Zusatzinformationen hinterlegt werden, die der Postbote bei der Zustellung berücksichtigt. Bernot konnte Dank des Preises eine vielversprechende Kooperation mit einem großen Unternehmen eingehen.

Der Gesamtsieger und damit Galileo Master 2007 ist Zhaharia Dragos aus Frankreich. Er trägt mit seiner Idee zur Verbesserung von Finanztransaktionen bei. Er nutzt dazu geschickt das Zeit und Positionssignal für einen Verschlüsselungsmechanismus. Das jetzige Primzahlsystem verliert aufgrund der sich schnell entwickelnden Comptertechnologie stetig an Sicherheit. Dragos erweitert mit seiner Idee das bestehende System zu einer weitaus sichereren Methode.